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Andacht
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Habt ihr das auch schon erlebt: Ihr kommt an ein Verkehrszeichen und fragt euch: „Wie jetzt? Wie soll es jetzt bitte weitergehen?" (Die Sackgassen-Fotos stammen von Andreas und Karsten. „Neues Leben“ heißt heute eine Straße in Bannewitz.)
Wohin soll es gehen?

Ist es im Corona-Zeitalter nicht ebenso? Wie soll es jetzt weiter gehen? Führt der Weg etwa in eine Sackgasse, womöglich noch ohne Wendemöglichkeit? Fragen über Fragen. Verantwortliche Menschen versuchen, Antworten auf einige Fragen zu geben. Andere versuchen, neue Wege zu finden. Spitzbuben versuchen, die Chancen für sich zu nutzen. Und sicher bleiben auch Menschen auf der Strecke.

So war es schon immer.
Vor kurzem hat mich der Prophet Jeremia in Jerusalem beschäftigt. Vor den Toren belagerten die babylonischen Streitkräfte die Stadt. Der Mann Gottes forderte - von Gott getrieben - den König Joschia auf, sich zu ergeben, damit die Stadt erhalten bleibt. Aber der König hörte nicht. Das Ende war dramatisch. Tausend Jahre später war es mit den Römern und Jerusalem ähnlich. Auch die deutsche Geschichte bringt ähnliche Beispiele, da brauchen wir gar nicht soweit zurückschauen.

Wohin soll es gehen? Das fragen sich viele Menschen.
Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.

(Johannes 6,68)
Im Text geht auch eine Krise voraus. Einige der mitgelaufenen Zeitgenossen Jesu meinten: „Was er sagt ist unerträglich!“ Für viele Menschen waren die Worte Jesu auch einfach nur unverständlich, für andere auch missverständlich. Darauf zogen sich viele Jünger zurück. (Vers 66)
Es scheint alles zu zerbrechen. Auf die Frage Jesu hin, an die zwölf engsten Jünger gerichtet: „Wollt ihr auch gehen?“ kam die Antwort:
„Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes“
Eine Krise weist immer auf das Wichtigste hin. Der Luxus scheint es nicht zu sein, das Klopapier vermutlich auch nicht. Worauf kommt es an – in deinem Leben? Hauptsache gesund! „Bleib gesund“ heißt heute der Abschiedspruch. Oder sollte es doch lieber heißen: „Hauptsache mit Gott.“ Mit IHM durch dick und dünn, mit IHM durch die Tiefen und Höhen im Leben. Denn ER hat die Worte des ewigen Lebens. Ich will den Weg ins neue Leben gehen. Vielleicht treffen wir uns auf diesem Weg.

Eurer Karsten Schriever