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Andacht
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Die vergangenen Wochen haben für viele Frauen und Männer, Junge und Alte ein Gefühl von Gleichförmigkeit, mitunter auch Eintönigkeit hinterlassen. Die kleinen und größeren Höhepunkte, die es im Ablauf von Wochen und Monaten gibt, die persönlichen und gesellschaftlichen Höhepunkte eines Jahres waren verschwunden – abgesagt, ins Private zurückgestuft oder den Ängsten und Sorgen unterlegen. Und doch: In jeder Woche gab es einen SONNTAG und gerade in diesen Wochen ist unser KIRCHENJAHR von FEIERTAGEN geprägt, die uns innehalten lasen und einladen, über ihren Sinn für unseren Glauben und unser Leben nachzudenken. Ja, man darf traurig sein, wenn Ostern nicht in gewohnter Weise gefeiert werden konnte. Aber mancher von uns hat über die Traditionen und Gewohnheiten auch neu nachgedacht und an ungewohnten Gottesdiensten neues, „Österliches“ entdeckt. Nun konnten wir Christi Himmelfahrt feiern und Pfingsten steht unmittelbar bevor: Wir glauben, dass Gott kein ferner Herrscher, sondern der nahe, mitgehende Gott ist. Dass er seinen Geist geschenkt hat und neu schenken will, damit seine Kirche in dieser Welt wirken kann. Das löst uns aus dem Einerlei und den Üblichkeiten unserer Tage heraus, kann hoffentlich auch zu Hoffnung und Glaubensmut BEGEISTERN! In jedem Fall lässt es erahnen, dass die Feiertage mehr sind als arbeitsfreie Stunden. Den unlängst zu hörende Vorschlag, Feiertage ganz unabhängig von den christlichen Traditionen als „freie Tage“ über das Jahr zu verteilen, die jeder für sich nutzen kann, wie er mag, kann man nur absurd finden. Richtig daran ist aber, dass viele Menschen um uns nichts mehr mit den Inhalten dieser Tage anzufangen wissen. Vielleicht ist das ja eine schöne Aufgabe für uns, diese Tage neu zu nutzen: Als Gelegenheiten, für andere (und nun auch wieder mit anderen!) davon zu berichten, was uns diese Tage zu FEIERTAGEN macht. Vor allem aber, diese Tage selbst als en Fest zu begehen, in Dankbarkeit für die Gegenwart Gottes in unserer Zeit und Welt! Pfingsten ist eine gute Gelegenheit, damit zu beginnen!

Michael Seimer