Der “Erfindergeist” lockt über 200 Männer nach Chemnitz
Gesagt – getan: beim Sächsischer Männertag 2025 im Industriemuseum
Strom erzeugen durch Radfahren und damit einen Trickfilm vorführen. Bohren, sägen und aus Holz eine kleine Dampfmaschine bauen. Aus Papier verschiedene Flugobjekte falten: Beim Männertag der Sächsischen Landeskirche am 17. Mai 2025 gab es viel zu entdecken und auszuprobieren vor und im Industriemuseum Chemnitz. Männer jeden Alters und Kinder waren eingeladen in die Kulturhauptstadt 2025 – rund ums Thema „Erfindergeist“.
Über 200 Besucher füllten den Museumshof und starteten in den Tag mit einem Open-Air-Gottesdienst, der musikalisch von der Dresdner Band „Impuls“ begleitet wurde. In einem humorvollen Anspiel erlebten Gott und sein Assistent sechs schöpferische Tage und ließen mit Hilfe einer Nebelmaschine den Geist Gottes sichtbar über den Köpfen der Besucher schweben. Gemeinsam erfanden sie den Tag und die Nacht, das Wasser, den Himmel und das Land, einige Pflanzen und Tiere. Schließlich entwickelte Gott das „System Fortpflanzung“ und schaltete ganz nebenbei noch die Menschen frei.
In seiner Predigt schlug Hartmut Günther den Bogen von der biblischen Schöpfungsgeschichte zum modernen Erfindergeist. „Gott ist ein schöpferischer Macher mit dem Arbeitsstil: gesagt – getan“, so Hartmut Günther. Den Erfindergeist lässt Gott jeden Menschen zu teil werden. „Mit dem Geist Gottes ist es uns möglich auf Lebensumstände zu reagieren, Aufgaben zu lösen, tolle Ideen für die Gestaltung des privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Zusammenlebens zu haben.“
Besonders nachgefragte Angebote des Tages waren drei praktische Workshops, die Väter gemeinsam mit ihren Kindern besuchen konnten: Unter Anleitung von Pfarrer Johannes Möller aus Geithain bauten sie Papierflieger und testeten deren Flugeigenschaften. Mit „GraviTrax“ und viel Fantasie konstruierten die Teilnehmenden mit Karsten Schriever magnetische Kugelbahnen. Es wurde getüftelt und optimiert – ganz im Sinne des Erfindergeists. In der Holzbau-Werkstatt von Hartmut Günther und Georg Rudolph wurde gebohrt, gesägt und gefeilt. Dabei entstanden kleine, funktionierende Modelle einer Dampfmaschine aus Holz.
Neben den Workshops gab es Führungen durch das Industriemuseum, Vorführungen der historischen Dampfmaschine und spannende Vorträge zu Wissenschaft, Technik, Glaube und Leben. Im Pavillon der Technischen Universität Chemnitz konnten große und kleine Forscher selbst experimentiern, zum Beispiel im Vakuum einen Dickmann wachsen und platzen lassen.
Der Sächsische Männertag 2025 im Industriemuseum Chemnitz war ein Fest voller Geist, Gemeinschaft und Glauben. Ein Tag, der Mut machte, Neues zu wagen und gemeinsam mit Gott und anderen Menschen die Welt zu gestalten.






























Text: Kerstin Rudolph, Fotos: Michael Seimer
Einen lohnenden Bild-Ton-Bericht zum Tage von Andreas Kruse findet man hier: