Andachten

Das Wort vom Kreuz ist eine Gotteskraft und keine heiße Luft. Deshalb gibt es hier monatlich einen Impuls zum Innehalten und zum reflektieren. Wo stehe ich? Welchen Weg will ich gehen? Was ist mir wichtig?   Die vorgestellten Andachten können zu diesen Fragen eine Hilfe sein und dürfen auch gerne weiter gegeben werden.

2023

gut lachen

Daran erinnere ich mich gern: Mein Vater, mein großer Bruder und ich stehen vorm Spiegel und versuchen mit „Faxen machen“ den anderen zum Lachen zu bringen. Wer zuerst lachte hatte verloren. Bis heute ist mir das aber auch ein Rätsel, wieso mein Vater da mitgemacht hat, war er doch sonst keine „Spaßkanone“. Nicht selten lachte der zuerst, welcher am meisten Faxen machte. Mit vielen Jahren Abstand resümiere ich: Das war eine gute Übung, über sich selbst von Herzen Lachen zu können.

Das Lachen, um welches es im Monatsspruch Februar geht, ist da wesentlich komplexer. Sara aber sagte: Gott ließ mich lachen. 1. Mo. 21,6 Das Wort „aber“ deutet schon gewisse Ungereimtheiten an. Im Gesamtzusammenhang des Geschehens lacht nämlich Sara zweimal in der gleichen Sache. Es geht um ihre Mutterschaft im hohen Alter. Das erste Lachen ist ein verbittertes Lachen. Im Grunde genommen lacht sie dabei Gott aus. Der hatte sich selbst aufgemacht um die Freudenbotschaft dem alten und bisher kinderlosen Ehepaar zu verkünden. Er spricht zu Abraham: In einem Jahr werdet ihr ein so lang ersehntes Kind haben – einen Sohn. Sara aber, die hinter der Zeltwand gelauscht hat kann vor Lachen nicht: Jetzt wo wir alles versucht haben, ich längst „keine Tage“ mehr habe und wir steinalt sind, ein Kind! Wer´s glaubt wird selig! Stimmt – der letzte Satz, nur dass eben Sara nicht im Traum daran glaubt, dass bei Gott wirklich kein Ding unmöglich ist.

Ein Jahr später ist es dann soweit, Isaak der Stammhalter ist geboren. Sara kann es immer noch nicht fassen. Ihr Lachen ist „gebremst“, denn wir erfahren Sara hat Skrupel darüber, was wohl die anderen von der Mutterschaft in ihrem hohen Alter denken. Im Luthertext 2017 heißt es: „Gott hat mir ein Lachen zugerichtet“. Das klingt eher nach einem etwas zwangsmäßigen, auf alle Fälle nicht nach einem befreiten Lachen.  

Ich komme auf den Spiegel zurück. Lachen hat seinen Grund „im spiegeln des Lebens“.

Ein Witz spiegelt oft ein komisch-groteskes Verhalten von andern und manchmal erwische ich mich sogar selbst dabei. Lachen, freuen und dankbarsein entsteht beim Rückblick auf Gelungenes, oder durch sich zum positiv verändertem. Sara bleibt in ihrem Lachen verhalten. Zu sehr hängt ihr Blick an Erfahrungen voller menschlicher Begrenzung und Unvollkommenheit. Eigentlich schade, wo doch Gott mit ihr und Abraham so viel vorhatte und sie so reich gesegnet hat!

Ergeht es dir vielleicht manchmal ebenso?

Dann rate ich dir, dich täglich für mehrere Minuten am Wort Gottes zu spiegeln. In kirchlichen Kreisen nennen wir das „Stille Zeit“. Lese ein paar Bibelverse (Bibellesepläne gibt es zuhauf) und lasse sie auf dich wirken. Du wirst Freude und Kraft daraus gewinnen. Und wenn du dann noch deinem Spiegelbild morgens ohne an dir „rum-zu-waschen-und-kämmen“ zwei Minuten standhältst, wirst bestimmt über kurz oder lang lächeln müssen. So hast du gleich am Tagesbeginn “gut lachen”!

Hartmut Günther

Ansehen

Höher als alle Vernunft – Männer im Vertrauen (Phil. 4,7)

2022

Idylle

Wehe

Wunder-Bar

Weisheit

Gerichtseiche

Durstig

Liebeszeichen

Blind vor Angst?

Was sagst du dazu?

Ich sorge für dich – Gott sei Dank (Josua 1,9)

2021

Wahrnehmungsvermögen

Sommer, Urlaub, Sommenschein

Wer hat das Sagen?

Das Messer auf die Brust setzen

Wo Licht ist, ist auch Schatten?

Wenn Steine reden

Freut euch …

Ein guter Start