Andachten

Das Wort vom Kreuz ist eine Gotteskraft und keine heiße Luft. Deshalb gibt es hier monatlich einen Impuls zum Innehalten und zum reflektieren. Wo stehe ich? Welchen Weg will ich gehen? Was ist mir wichtig? Die vorgestellten Andachten können zu diesen Fragen eine Hilfe sein und dürfen auch gerne weiter gegeben werden.

2022

Blind vor Angst?

Für unseren Monatsspruch bedarf es einer kleinen Vorbetrachtung:

Das Gefühl von Angst oder Verlust ist Maria von Magdala nicht fremd, denn sie suchte Jesu Körper,  zwei seiner Jünger fanden ihn ebenfalls nicht und nun war die Verzweiflung groß. So groß, dass sie Jesus nicht einmal erkannte, als er direkt vor ihr stand. Erst seine Worte öffneten ihr Herz und ihre Augen. Nun folgte für Maria von Magdala eine 180°-Wende, denn aus Verzweiflung wurde etwas, dass wir heute auch noch verspüren: Den Drang, Menschen von Jesus zu erzählen, dass dieser auferstanden ist!

Maria von Magdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte. Joh 20,18

Geht es dir auch manchmal so? Du verlierst Jesus aus dem Blick, weil du andere Dinge in deinem Leben priorisierst und am Ende wunderst du dich, warum du innerlich keinen Frieden findest? Mir geht es tatsächlich manchmal so, schuldig im Sinne der Anklage. Was kann man diesbezüglich aus dem Monatsspruch mitnehmen?

Phasen der Verzweiflung sind normal.

Wenn einem alles über den Kopf wächst, verliert man gern mal die Orientierung und richtet sich nach Dingen, welche einem selbst nicht gut tun. „Wir sind auch nur Menschen“ heißt es immer so schön. Da ist es gut, jemanden zu haben, der einem wieder auf die Beine hilft. Seien es Mitmenschen oder ein intensiveres Gebet am heutigen Tag, welches einem persönlich zeigt, dass die Verzweiflung nur eine Momentaufnahme und nicht für die Ewigkeit ist.

Vergiss nicht, was Jesus für dich getan hat.

Mir hilft in diesem Zusammenhang sehr oft, dass ich mir oft bewusst mache und erneut abrufe, was Jesus für einen jeden von uns getan hat. Wir können uns Jesu Qualen am Kreuz nicht vorstellen und können nur demütig auf seine große Gnade schauen, welche er uns jeden Tag neu zeigen möchte. Nur durch die Taten unseres Herrn Jesus sind wir wieder mit Gott vereint und können auf etwas hoffen, was Ungläubige mit dem Lebensende bereits ausschließen: Das ewige Leben bei Gott.

Berichte deinen Mitmenschen (gerade zur Osterzeit) von der frohen Botschaft.

Maria von Magdala unterscheidet sich nicht von uns. Sie durchlebt auch Phasen in ihrem Leben, welche sie zur Verzweiflung bringen. Sie begleitete Jesus, gehörte also auch zum Kreis seiner Jünger und bekam durch die leibhaftige Begegnung mit Christus neue Hoffnung. Heute sehen wir den Herrn nicht mehr wie jeden unserer Mitmenschen, die man vor sich sieht, aber darin liegt gerade die Chance von uns gläubigen Christen. Wir müssen Jesus nicht sehen, sondern sein Wort in Form der Bibel öffnet unser Herz für mehr, als wir es uns vorstellen können. Es macht uns froh, stärkt uns und ermutigt und gleichzeitig, Jesu Geschichte mit Menschen zu teilen, welche verzweifelt, geschwächt oder am Ende ihrer Kraft sind. Lasst uns in diesem Monat Mut-Verteiler sein und mit der Hilfe des Heiligen Geistes Menschen für Jesus begeistern!

Paul Gottwald, Theologie-Student, Praktikant bei der Männerarbeit im Februar/März 2022

Was sagst du dazu?

Ich sorge für dich – Gott sei Dank (Josua 1,9)

2021

Wahrnehmungsvermögen

Sommer, Urlaub, Sommenschein

Wer hat das Sagen?

Das Messer auf die Brust setzen

Wo Licht ist, ist auch Schatten?

Wenn Steine reden

Freut euch …

Ein guter Start