Mit Hand gemacht – von Kopf und Herz bedacht
Frühjahrstermine der Handwerkerabende/Werkstattgespräche sorgten für Freude und regen Austausch
Der erste Handwerkerabend des Jahres fand in der Leipziger Region statt. Am 10. April gab es die Gelegenheit, das Töpferstädtchen Kohren-Sahlis gemäß ihres Namens zu erleben. In der Werkstatt von Töpfermeisterin Gundula Müller konnten die Besucher nicht nur der erfahrenen Töpferin beim Arbeiten über die Schulter schauen, sondern von den chemischen Prozessen bei Farbgebung, dem punktgenauen Brennvorgang und den Mühen des Vertriebs der Töpferwaren viel erfahren. Bei einem zünftigen Imbiss gab es umfangreichen Austausch zu Wohl und Wehe im Handwerk unserer Tage. Informationen aus dem Arbeitsbereich und der Segen für Firma und Familien beendeten den Abend im April im Kohrener Land.




Der Besuch in der “RauMA” am 14. April fand unter Vorbereitung und Leitung der Geschäftsführenden Thomas und Kathrin Kehrer statt. Die spannende Geschichte der Firma im Auf und Ab von Handwerk und Handel der Jahre seit der Wende und des Neubeginns kamen zur Sprache. Eine Andacht von Thomas Kehrer beschrieb das dabei nötige Gottvertrauen und die Erfahrungen durch die Zeiten. Beim Rundgang und anschließenden Imbiss gab es viele persönliche Gespräche, sodass es ein guter, langer Abend wurde.






Im beschaulichen Ort Gostewitz bei Riesa fand am 15. April der Handwerker- und Werkstattabend statt. Die Veranstaltung bot eine Plattform für Austausch, Inspiration und Gemeinschaft unter Handwerkern und Interessierten aus der Region. In gemütlicher Atmosphäre kamen Männer und Frauen, um über ihren Glauben, ihre Arbeit und gesellschaftliche Herausforderungen ins Gespräch zu kommen. Der Röderauer Männerkreis war zahlreich, mit sieben Männern, vertreten und hat viel Neues erfahren. Das Wohn- und Kulturgut in Gostewitz bei Riesa ist ein lebendiger Ort der Begegnung, des kreativen Austauschs und der Kulturpflege. Eigentümer Jan Gierisch hat dem historischen Anwesen neues Leben eingehaucht und es zu einem offenen Raum für kulturelle Veranstaltungen, Workshops und gemeinschaftliches Wohnen entwickelt. Das Ensemble aus denkmalgeschützten Gebäuden erzählt Geschichten – und wird zugleich aktiv mit neuer Bedeutung gefüllt. Von Lesungen und Konzerten bis zu Mitmachprojekten für Kinder und Jugendliche: Das Kulturgut ist ein Ort, an dem sich Tradition und Zukunft begegnen. Jan Gierisch verfolgt dabei eine klare Vision: Kulturarbeit soll nicht elitär, sondern für alle Menschen zugänglich sein. Mit viel Engagement und Herzblut gelingt es ihm, einen Ort zu schaffen, der Menschen inspiriert und verbindet. Neben handwerklichen Vorführungen und Erfahrungsberichten stand auch die Frage im Mittelpunkt, wie christliche Werte im Arbeitsalltag gelebt werden können. Eine Begehung mit Vorführung der Steinmetzarbeit durch Jan Giehrisch, eine Besichtigung des Ensembles, eine kurze Andacht mit Dr. Jan Quenstedt und ein gemeinsames Abendessen rundeten den Abend ab. Der Abend war lebendiger Beweis dafür, wie Glaube, Beruf und gute Gemeinschaft Hand in Hand gehen können.




Texte: Michael Seimer & Michael Ahner