Andachten

Das Wort vom Kreuz ist eine Gotteskraft und keine heiße Luft. Deshalb gibt es hier monatlich einen Impuls zum Innehalten und zum reflektieren. Wo stehe ich? Welchen Weg will ich gehen? Was ist mir wichtig?   Die vorgestellten Andachten können zu diesen Fragen eine Hilfe sein und dürfen auch gerne weiter gegeben werden.

2026

Verschlossen?

Was soll die Tür auf dem Friedhof? Uns eine Hilfe zum Verstehen sein! Wenn jemand stirbt, dann ist er nicht mehr da für uns. Bestenfalls gestalten wir einen Erinnerungsplatz an ihn; ein Grab mit Namen und Geburts- und Sterbedaten. Das Wort Gottes lehrt uns, dass dies jedoch nicht der Endpunkt unseres Daseins ist. Gott will uns ewiges Leben schenken. Der Zyklus der Natur macht es uns vor, dass so ein Werdegang möglich ist und auf verbrannter Erde und aus Totholz neues Grün wächst. Aber eine schnell eintretende Auferstehung zur Ewigkeit ist bisher nicht unser menschlicher Erfahrungsschatz. Darum haben Gräber keine Türen. Ich bin mutig gewesen, eine Tür mit einer Täfelung, die ein Kreuz abbildet, zwischen den Gräbern zu platzieren. Sie steht für unsere Hoffnung. Damit bin ich bei Jesus und dem Monatsspruch für April angekommen. Er wird dem zweifelnden Thomas gesagt, gilt aber jedem Menschen bis auf den heutigen Tag. Jesus spricht zu Thomas: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. (Jh. 20,29)

Foto: H.Günther

Der Spruch steht in einer Ostergeschichte. Eine Tür spielt in dem Textzusammenhang eine Rolle. Die Freunde von Jesus hatten Angst, es könnte sie das gleiche Schicksal wie Jesus treffen. Darum waren sie von der Bildfläche verschwunden und auch nicht mehr immer als ganze Gruppe zusammen. Manchen war Jesus schon begegnet – Thomas aber noch nicht. Begeistert hatten sie ihm von ihrem Erleben erzählt. Die Reaktion von Thomas: „Ihr spinnt doch alle.“ Der Gedanke, dass Jesus auferstanden ist – oft genug hatte er es ja seinen Freunden gesagt – ist für Thomas völlig undenkbar. „Das musst du uns glauben”, legen die andern nach. Halb versöhnlich, halb genervt kontert Thomas: „Wenn´s wirklich so sein sollte, dann will ich das selber sehen!“ und verschwindet wieder. Schließlich ergibt sich die Gelegenheit, da heißt es im Bibeltext: „Acht Tage später hatten sich die Jünger wieder versammelt. Diesmal war Thomas bei ihnen. Und obwohl sie die Türen abgeschlossen hatten, stand Jesus auf einmal in ihrer Mitte und grüßte sie: Friede sei mit euch!“ Danach geht Jesus zielstrebig auf Thomas zu und spricht: Nun Thomas, hier bin ich. Überzeuge dich selbst. Fasse mich ruhig an. Das haut Thomas sprichwörtlich um. Er kämpft mit sich und dem Unglaublichen und tritt schließlich mit den Worten „Mein Herr und mein Gott“ die (Zu)Flucht nach vorn an, direkt in die Arme von Jesus.

Für uns heute ist vor allem der Satz – Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. – von Bedeutung. Natürlich ist sehen wichtig, aber den Wert dessen übersteigern wir zu oft. In Bezug auf unser Foto, wissen wir nämlich nicht was direkt hinter der Tür ist. Vielleicht nichts, oder steht da etwa eine Person? Und schon sind wir an die Grenzen unserer Wahrnehmung gekommen. Darum möchte Jesus unseren Fokus verändern. Nicht alles Wichtige für und in unserem Leben ist mit Beweisen zu belegen. Zukunfts- und Beziehungsfragen fallen da besonders darunter. Klar macht uns das unsicher, aber darum eine Sache oder Person auszuschließen, das beschneidet doch unsere Möglichkeiten! Darum ersetzt Jesus unser Ausschlussverfahren „Ich glaub nur was ich sehe“ mit „Selig (=wunschlos glücklich) sind, die Glauben“. Und ganz nebenbei: Glaube (=Gottvertrauen) öffnet dir ungeahnte Türen.

Hartmut Günther

zum heulen

Die Tafel des Herrn

Weihnacht(s)-ganz(s)

2025

Wie eine Glucke

verloren

mittendrin

Muskelkater

Ja, mit Gottes Hilfe

Sorge(n)los?

umdenken

Alles Asche?

Es brennt!

Nicht drauf rumtrampeln!

Weg – Weiser

Eiszeit

2024

sich aufmachen

Schlange stehen

Ach du meine Güte

Realität – fern

Herztherapie

Gewissensentscheidung

Sieh zu!

Alles erlaubt

Seid bereit

Auferstanden

Kraftstoff

Druckausgleich

Weitere Andachten sind im Andachten-Archiv zu finden.