Andachten

Das Wort vom Kreuz ist eine Gotteskraft und keine heiße Luft. Deshalb gibt es hier monatlich einen Impuls zum Innehalten und zum reflektieren. Wo stehe ich? Welchen Weg will ich gehen? Was ist mir wichtig?   Die vorgestellten Andachten können zu diesen Fragen eine Hilfe sein und dürfen auch gerne weiter gegeben werden.

2026

Die Tafel des Herrn

Die erste Tafel in Deutschland wurde am 21. Februar 1993 in Berlin gegründet und sollte die Lage von Obdachlosen verbessern. Sogenannte „überschüssige“ Lebensmittel werden dabei zu einem „Symbolpreis“ an bedürftige Menschen abgegeben. Mittlerweile gibt es rund 1000 Tafeln die allesamt ehrenamtlich arbeiten. Bei der Beschäftigung mit dem Monatsspruch für den Februar stelle ich fest, dass das „junge“ Gottesvolk so eine soziale Einrichtung auf Geheiß von Gott schon vor 3000 Jahren betrieb. Einen Namen hatte sie zwar nicht, aber es ging um geschenkte Lebensmittel, die Fremde, Waisen und Witwen sättigen sollten. Das erfahren wir, wenn wir nach unserem Monatsspruch… Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner  Familie Erntedank in der Kirchegegeben hat. (5.Mose 26,11)    …weiterlesen. Für mich liegt der Kern des Bibelverses im Wort freuen. Das fröhlich sein wiederum ist ein Ausdruck des Freuens. Was allerdings im Vers recht unklar bleibt ist der Grund der Freude, weil „über alles Gute“ zu unpräzise ist. Das finden wir aber nun heraus, wenn wir weiterlesen.

                      

Foto: D. Gröhner / Kirche Niederstriegis

„Jedes dritte Jahr sollt ihr den gesamten zehnten Teil eurer Ernte den Leviten, den Ausländern, den Waisen und Witwen in euren Städten geben, damit sie genug zu essen haben.“ (V12 Hfa) Aus dem Gesamtzusammenhang resultiere ich: Wir müssen uns wieder mal klarmachen, das Spenden ein Grund zur Freude ist und kein Akt der Schmälerung. Denn was wir abgeben – auch die biblische Opfergabe des zehnten Teils meines Gesamteinkommens – ist es doch vom „Überschüssigen“. Wer heutzutage in unserem Land spendet, lebt deshalb doch nicht vom „Hungertuch“. Im Gegenteil, er darf sich freuen jemanden etwas Gutes getan zu haben. Ich könnte es noch kürzer formulieren: Spenden macht glücklich.

Ich schalte einen Gang runter, wenn ich den Ausgangspunkt der Freude anschaue. Bevor ich Gutes tue hat uns Gott schon längst mit Gutem beglückt. Das nehme ich tagtäglich wahr. So kommt nun das Bild zum Tragen. Freude spiegelt sich ebenfalls in der Dankbarkeit wider. Ich beobachte die Veränderung bei unseren Erntedankfesten. Die Gabenzahl wird vielerorts geringer obwohl uns um Welten mehr zur Verfügung steht und auch das Mehrfache von früheren Zeiten geerntet wird. Ob der Jubel des Dankes und die Anzahl der Menschen die im Überfluss leben dürfen größer oder kleiner wird, kann jeder von euch selbst einschätzen. Wenn die Niederstriegiser Kirche geschmückt wird geht es auf alle Fälle fröhlich und herzlich zu, unabhängig von der Menge der Erntegaben. Die „Schmücker/innen“ jedenfalls wollen ihren Dank gegenüber Gott und Menschen sichtbar machen, denn selbst bei „Überfluss“ ist nichts selbstverständlich, sondern es stehen „Geber“ dahinter.

Die dritte Ausdrucksform von Freude ist andere daran Anteil nehmen zu lassen. Und zwar nicht nur beim Feiern und fröhlich sein. Abgeben und zukommen lassen ist der Weg dafür. Die Erntegaben gehen darum an eine diakonische Einrichtung. Und da die Freude in unserem Vers nicht nur eine Eintagsfliege sein soll, sondern ein Lebensprinzip, darfst du auch immer und jederzeit (ab)geben – Bedürftige gibt es zuhauf.     

euer Hartmut Günther 

Weihnacht(s)-ganz(s)

2025

Wie eine Glucke

verloren

mittendrin

Muskelkater

Ja, mit Gottes Hilfe

Sorge(n)los?

umdenken

Alles Asche?

Es brennt!

Nicht drauf rumtrampeln!

Weg – Weiser

Eiszeit

2024

sich aufmachen

Schlange stehen

Ach du meine Güte

Realität – fern

Herztherapie

Gewissensentscheidung

Sieh zu!

Alles erlaubt

Seid bereit

Auferstanden

Kraftstoff

Druckausgleich

Weitere Andachten sind im Andachten-Archiv zu finden.