Andachten

Das Wort vom Kreuz ist eine Gotteskraft und keine heiße Luft. Deshalb gibt es hier monatlich einen Impuls zum Innehalten und zum reflektieren. Wo stehe ich? Welchen Weg will ich gehen? Was ist mir wichtig?   Die vorgestellten Andachten können zu diesen Fragen eine Hilfe sein und dürfen auch gerne weiter gegeben werden.

2026

befreit

Vielleicht befindet sich in deinem Haushalt ein Stiefelknecht. Das ist ein stabiles Holzbrett mit einem U-förmigen Einschnitt. Die Stütze an der Unterseite bewirkt eine leichte Schräg-stellung des Stiefelausziehers. Und so funktioniert es; Stiefelferse in den Einschnitt klemmen, mit dem anderen Bein auf das Brett treten und dann durch Zug des Beines  den Stiefel vom Fuß streifen. So erspart man sich bücken und unnötige Kraftaufwendungen. Für mich passt dieses einfache Hilfsutensil gut zu der Aussage des Monatsspruches Oktober: Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen! (Gal 5,1) Oftmals ist das Ablegen von Stiefeln eine angenehme Befreiung, weil der Fuß dann wieder leichter durchbluten und atmen kann. Außerdem ist das Ausziehen der Stiefel meist mit dem Beenden der Arbeit verbunden, wie Gummistiefel, Soldatenstiefel und spezielle Arbeitsstiefel.

Foto: Hartmut Günther

In alten Bauern- und Militärzeiten war der Stiefelknecht kein Gegenstand sondern eine Person die dem Gutsbesitzer oder dem Befehlshaber beim Stiefel An- und Ausziehen behilflich zu Diensten sein musste, weil der „hölzerne Knecht“ womöglich von diesem die Lederpolitur durch Druck und Reibung eingebüßt hätte. Da war Stiefelknecht sein eine erniedrigende Aufgabe. Widmen wir uns nun dem Vers anhand verschiedener Stichwörter:

  • Zur Freiheit befreit: Da stellt sich natürlich die Frage, von was befreit. Paulus nimmt in den nachfolgenden Versen das Gesetz aufs Korn und mahnt „Gesetze sind zu erfüllen“. Das Alte Testament sieht es so – wer dem Gesetz genüge tut, ist vor Gott gerecht. Und so ist das Glaubensleben des Volkes Gottes mit vielen Pflichten und Auflagen belastet, denen die Menschen letztlich nicht gerecht werden. Die Gesetzeslasten beschreibt Paulus mit den harten Worten Joch und Knechtschaft. Das ist außergewöhnlich für einen Rabbiner, der doch eigentlich ein Wächter der Einhaltung dieser Vorgaben sein sollte.
  • Christus hat uns befreit: Paulus redet hier so, weil er mittlerweile Christ geworden ist und weiß was Jesus für uns Menschen verheißen und erwirkt hat: „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen.“ (Mt. 5,17) Das ist die Gerechtigkeit  des Neuen Testamentes, die nun Paulus uns zur Erleichterung und Freude propagiert.
  • Lasst euch nicht(s) wieder auferlegen: Heutzutage gibt es Automaten, welche uns bücken und körperliche Lasten ersparen. Es sind quasi die modernen Knechte, die sich für uns „krumm machen“. Für den mental- seelischen Bereich unseres Menschseins ist eine technische Hilfe jedoch unpassend, denn Roboter, Apps und KI können das nicht leisten, weil sie nicht beseelt sind. Wenn nun Paulus sagt: „Steht fest“, dann meint er, halte dich an Jesus, dem Knecht Gottes, vertrau ihm fest, weil er dich befreit und rechtfertigt zur unbegrenzten Gottesgemeinschaft. Das ist doch mal eine Frohe Botschaft und Tatsache, die entlastet, und Freiräume schafft. Vielleicht entspringt daraus so viel Lebensfreude, Kraft und Verstehen, dass du deinen Nächsten so gut wie möglich gerecht bist. (siehe V14)


Hartmut Günther

Besser so!

übervoll

In Strömen

Passt nicht – oder doch?

hoffentlich

Verschlossen?

zum heulen

Die Tafel des Herrn

Weihnacht(s)-ganz(s)

2025

Wie eine Glucke

verloren

mittendrin

Muskelkater

Ja, mit Gottes Hilfe

Sorge(n)los?

umdenken

Alles Asche?

Es brennt!

Nicht drauf rumtrampeln!

Weg – Weiser

Eiszeit

2024

sich aufmachen

Schlange stehen

Ach du meine Güte

Realität – fern

Herztherapie

Gewissensentscheidung

Sieh zu!

Alles erlaubt

Seid bereit

Auferstanden

Kraftstoff

Druckausgleich

Weitere Andachten sind im Andachten-Archiv zu finden.