Andachten

Das Wort vom Kreuz ist eine Gotteskraft und keine heiße Luft. Deshalb gibt es hier monatlich einen Impuls zum Innehalten und zum reflektieren. Wo stehe ich? Welchen Weg will ich gehen? Was ist mir wichtig?   Die vorgestellten Andachten können zu diesen Fragen eine Hilfe sein und dürfen auch gerne weiter gegeben werden.

2026

Weihnacht(s)-ganz(s)

Wenn Gänse anfangen zu schnattern, klingt das immer sehr aufgeregt. Die Gans zum Weihnachtsessen hingegen schweigt. Dafür gibt es meist aber recht angeregte Tischge- spräche. Hat man Köchin oder Koch hoffentlich angemessen gelobt, wenden sich die Inhalte ganz oft dem Tagesgeschehen zu. Man spricht über das Familiengeschehen, erkundigt sich nach gemeinsamen Bekannten, redet über Politik und Sport. Ich hoffe und wünsche, dass Glaubensinhalte dabei nicht zu kurz kommen. Das passt nämlich zur Anweisung in dem unser Monatsspruch steht. Er soll besonders im familiären Umfeld bedacht werden, um sich alles tief einzuprägen. „Du sollst dem HERRN, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.“ (1. Mo. 6,5)                                      

Foto: D. Gröhner

Danach geht der Text weiter: „Diese Worte sollst du dir zu Herzen nehmen, sie deinen Kindern einschärfen und davon reden wenn du in deinem Hause oder unterwegs bist.“ Die drängend- mahnende Satzeröffnung mit „du sollst“ und das dreimalige wiederholen des Wortes „ganz“ ist ein Hinweis dieser Forderung unbedingt Folge zu leisten. Manch einer wird sich fragen, was denn nun Weihnachten, die Gans und der Bibelvers aus dem Alten Testament miteinander zu tun haben. 

Querverbindung eins: Zu Weihnacht wird Gott in Jesus Mensch und begegnet uns somit selbst. Ob die einfachen Hirten und die fremden Weisen diesen Vers kannten ist fraglich, aber sie erfüllten genau diese Aufforderung. Sie machten sich auf zur Krippe zeigten ihre Zuneigung und Liebe zu Gott und erlebten anderseits die wohltuende Nähe Gottes als sie das Kind in der Krippe erblickten. Das machte sie überaus froh und glücklich. Beschenkt mit jubelnden Herzen, zufriedener Seele und neuer Kraft gingen sie zurück in ihren Alltag.

Querverbindung zwei; ist das Wortspiel Gans/ganz. Das Geschnatter der Gänse ist eben nicht nur Aufregung sondern ein sozialer Selbstschutz bei drohender Gefahr für Leib und Leben. Dadurch wurden die Römer 387 v.Ch. der Legende nach vor einem nächtlichen Überfall der Gallier gerettet. Im Lied „O du fröhliche“ singen wir „Christ der Retter ist da“. Wir schnattern und diskutieren viel über lebenszerstörende Ereignisse in der Welt, aber bleiben letztlich immer wieder deprimiert in unserer menschlichen Begrenztheit verhaftet anstatt uns wie die Gänse letztlich in den rettenden Himmel zu erheben – also mit Gottes getragen sein zu rechnen. Ich will das Bild nicht überspannen, aber die Luft welche die fliegende Gans trägt kannst du nicht sehen und doch ist die da!

Querverbindung drei: Das Wort „einschärfen“ (im Folgevers 6) – bedeutet so viel wie eindringlich/ nachdrücklich jemanden auffordern oder ermahnen um auf alle Fälle „so und so“ zu handeln. Gänsen sagt man nach, sie könnten sich erinnern was man an ihnen Gutes oder Quälerisches getan hat. Bei einer Wiederbegegnung reagieren sie entsprechend. Im Grunde genommen ist das „Christ der Retter ist da“, die neutestamentliche Parallele zu der Errettung des Volkes Israel beim Auszug aus Ägypten (in dem Zusammenhang steht unser Vers) – nur das jetzt Jesus der Retter für alle Völker und Menschen ist. Darum ist die Aufforderung des Monatsspruches keine mühevolle Pflicht, sondern ein dankbares Handeln, weil Gott uns damals wie heute viel Gutes getan hat. Vergiss es nicht!

Hartmut  Günther 

2025

Wie eine Glucke

verloren

mittendrin

Muskelkater

Ja, mit Gottes Hilfe

Sorge(n)los?

umdenken

Alles Asche?

Es brennt!

Nicht drauf rumtrampeln!

Weg – Weiser

Eiszeit

2024

sich aufmachen

Schlange stehen

Ach du meine Güte

Realität – fern

Herztherapie

Gewissensentscheidung

Sieh zu!

Alles erlaubt

Seid bereit

Auferstanden

Kraftstoff

Druckausgleich

Weitere Andachten sind im Andachten-Archiv zu finden.