Andachten

Das Wort vom Kreuz ist eine Gotteskraft und keine heiße Luft. Deshalb gibt es hier monatlich einen Impuls zum Innehalten und zum reflektieren. Wo stehe ich? Welchen Weg will ich gehen? Was ist mir wichtig?   Die vorgestellten Andachten können zu diesen Fragen eine Hilfe sein und dürfen auch gerne weiter gegeben werden.

2026

hoffentlich

In meiner Schulzeit war das „Seemannsgrab“ der Renner. Viele Jungen trugen es an einer Halskette. Später in meiner ersten kirchlichen Arbeitsstelle in Waldheim prangte dieses Symbol auf den Oberarmen der Insassen von der Strafvollzugsanstalt, wenn sie im Sommer den Außenbereich säuberten. Sie trugen es wie die Seeleute, denn das Kreuz steht für den Glauben, dass Gott sie auf der Reise beschützt. Das Herz symbolisiert die Liebe und die Verbundenheit zu den Menschen in der Heimat und der Anker stärkt die Hoffnung auf eine sichere Rückkehr. Inder Abgeschiedenheit einer Seereise bzw. Haft (dort ohne Gottbezug) braucht man schließlich einen stärkenden Halt. Um diesen geht es auch im Monatsspruch für den Mai. Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unserer Seele. (Hebräer 6,19). Das Ankerkreuz ist eines der ältesten christlichen Symbole. Der Anker-Schaft ist dabei zusätzlich am Kopf mit einem Ring und darunter mit einem Querbalken versehen und wurde von der frühen, verfolgten Christenheit wie der Fisch als „Geheimsym- bol“ benutzt. Im Sinne unseres Bibelverses stand der Anker als Zeichen für die Treue und Verlässlichkeit Gottes zu uns Menschen. Die beiden anderen Symbole kamen später dazu. Grundlage dafür ist der Bibelvers …Glaube, Liebe, Hoffnung, diese drei… aus 1. Kor. 13,13.

Foto H. Günther

Oft beginnen wir Sätze mit „hoffentlich“. Dahinter verbirgt  sich der Wunsch, das etwa gut zu unseren Gunsten ausgehen möge. Sei es das schöne Wetter für unseren Urlaub, das Bestehen einer anstehenden Prüfung, das Beilegen eines Konfliktes oder das Gelingen der anstehenden Aufgaben und Arbeiten. Wenn es dann trotz Bangen und Mühen letztlich zur Zufriedenheit eingetreten ist sagen wir erleichtert: Ende gut – alles gut! Dennoch hat das Wort „hoffentlich“ immer den Zweifel mit im Gepäck. Ist das Hoffen auf das Gute so sicher und stark, dass ich befreit und tatkräftig das vor mir Stehende anpacke um es erfolgreich zu bewerkstelligen? Diese nicht weg zu bekommende Skepsis und Unruhe von uns Menschen scheint mir der Hintergrund für unseren Bibelvers zu sein. Der Schreiber kontert mit den Worten „sicher und fest“ und setzt damit zwei Pflöcke zum Anhalten, wenn uns Kraft und Mut verloren gehen sollten. Und damit bringe ich die verbleibenden zwei Symbole des Seemannsgrabes wieder ins Spiel. Sie bürgen nämlich für die Berechtigung der Hoffnung. Im Textzusammenhang ist sie unabdingbar mit Gott verknüpft. Wer tragfähige Beziehungen pflegt ist in allen Lebenslagen nicht allein. Im Kontext lesen wir, Gott hat ein Herz für dich, denn er will dich segnen (V14), also mit Gutem beschenken. An anderer Stelle steht „Gott ist nicht ungerecht (V10)“. Dafür steht das Kreuz – auf diese Wahrheit hat sich Jesus sogar festnageln lassen.

Ich denke der Gesamttext beinhaltet ein Zweifaches -„hoffentlich“. Gott ist die Grundlage und der Garant für berechtigte Hoffnung, Zufriedenheit und erfülltes Leben in alle Ewigkeit. Und er hofft, dass wir Menschen das begreifen und unser Leben auf ihn gründen. Zum anderen wissen wir, dass unser Hoffen viel zu oft auf tönernen Füßen steht. Darum schenke deiner Seele Spiel- und Freiraum, in dem du das Hoffen mit Gottvertrauen koppelst.  

Hartmut Günther

Verschlossen?

zum heulen

Die Tafel des Herrn

Weihnacht(s)-ganz(s)

2025

Wie eine Glucke

verloren

mittendrin

Muskelkater

Ja, mit Gottes Hilfe

Sorge(n)los?

umdenken

Alles Asche?

Es brennt!

Nicht drauf rumtrampeln!

Weg – Weiser

Eiszeit

2024

sich aufmachen

Schlange stehen

Ach du meine Güte

Realität – fern

Herztherapie

Gewissensentscheidung

Sieh zu!

Alles erlaubt

Seid bereit

Auferstanden

Kraftstoff

Druckausgleich

Weitere Andachten sind im Andachten-Archiv zu finden.