Andachten

Das Wort vom Kreuz ist eine Gotteskraft und keine heiße Luft. Deshalb gibt es hier monatlich einen Impuls zum Innehalten und zum reflektieren. Wo stehe ich? Welchen Weg will ich gehen? Was ist mir wichtig?   Die vorgestellten Andachten können zu diesen Fragen eine Hilfe sein und dürfen auch gerne weiter gegeben werden.

2026

Passt nicht – oder doch?

Bei herrlichsten Sommerwetter und der Urlaubsvorfreude auf viele Freiheiten und die große weite Welt sollen wir mit dem Monatsspruch unsere Blicke auf Gefangene und Misshandelte richten. Da ist mein erster Gedanke: Da passt was nicht. So wie beim Puzzle, eigentlich ist das Bild schon fast fertig, aber das Schlussteil will nicht rein. Ist es etwa ein Teil von einem ganz anderen Puzzle. Aber wo sollte dieser Fehler passiert sein. Liegt es vielleicht an einer Verwechslung mit einem ähnlichen Teil, dann liegt die Lösung bei den schon 499 zusammengefügten Teilen. Teil passt nicht und eine Lücke lassen, befriedigt aber auch nicht. Also bleibt mir nichts anderes übrig, das Teil genau anzuschauen und dann den Platz im Gesamtbild zu suchen wo es ohne Druck sich sauber einsetzen lässt. Das versuchen wir jetzt mit dem Leit-Vers für Juni. Denkt an die Gefangenen, als wäret ihr mitgefangen; denkt an die Misshandelten, denn auch ihr lebt noch in eurem irdischen Leib. (Heb. 13,3) Unser Vers steht im letzten Kapitel eines Briefes, von dem wir den Autor nicht kennen. Am Briefende hat er ein ganzes Bündel von Mahnungen untergebracht, damit die Adressaten nicht auf „die schiefe Bahn“ geraten und stattdessen treu an Jesus Christus bleiben.

Foto: P. Günther

Die ersten drei Verse haben die Nächstenliebe zum Thema. V1, der Zusammenhalt in der christlichen Gemeinde, V2 die Gastfreundschaft, die für Reisende der damaligen Zeit lebensnotwendig war und dann im 3V die Gerechtigkeitsfrage in den beiden Aspekten gefangen sein und die unter den Missständen leidenden Menschen. Ca. in der Mitte des Kapitels findet sich eine Zusammenfassung und Begründung für alle die mahnenden Forderungen: (V16) „Gutes zu tun und mit anderen zu teilen vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott.“ Ich schlussfolgere aus der Gesamtsicht auf diesem Brief: Das Schreiben kommt mitten in das Leben von Menschen die zum Glauben an Jesus Christus gekommen sind. Aber wie das so ist, der Alltag nimmt die Menschen oft mehr in Beschlag als die Gottesbeziehung. So rutscht die frohe und befreiende Botschaft von der Ebenbildlichkeit und Partnerschaft zu unserem Schöpfer und Erlöser immer weiter nach hinten in unserer Priorität. Und wenn es uns (zu)gut geht meinen wir auch schnell mal Gott und seine Lebensregeln gar nicht mehr zu benötigen. Und dann sind solche Mahnungen irgendwie sperrig, nervig und scheinbar unpassend.

Warum der Schreiber dies dennoch alles anmahnt, begründet er im zweiten Satzteil. Er weist auf unser irdisch sein hin. Letztlich hinterfragt er damit, ob unser Wohlergehen eine dauerhafte Garantie hat, oder ob es bei anderen Umständen ratzfatz dahinschwinden kann. Dann nämlich würden wir uns auch gern der Hilfe von Menschen erfreuen, die von ihrer Kapazität des Guten, uns etwas zukommen lassen würden. Darum könnte dieser Vers eine „Urlaubslektüre“ für dich sein. Wie wäre es vor dem Frühstück fünf Minuten Fürbitte für den Strafvollzug zu halten und wenn du später unterwegs bist  und einen Bettler begegnest, ihn einen Obolus mit freundlichen Worten zukommen lässt. Und das alles in großer Dankbarkeit, dass du Freiheit, Frieden und Finanzkraft genießen kannst.   

Hartmut Günther 

hoffentlich

Verschlossen?

zum heulen

Die Tafel des Herrn

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2025

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Ja, mit Gottes Hilfe

Sorge(n)los?

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Es brennt!

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Weg – Weiser

Eiszeit

2024

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Schlange stehen

Ach du meine Güte

Realität – fern

Herztherapie

Gewissensentscheidung

Sieh zu!

Alles erlaubt

Seid bereit

Auferstanden

Kraftstoff

Druckausgleich

Weitere Andachten sind im Andachten-Archiv zu finden.