Andachten

Das Wort vom Kreuz ist eine Gotteskraft und keine heiße Luft. Deshalb gibt es hier monatlich einen Impuls zum Innehalten und zum reflektieren. Wo stehe ich? Welchen Weg will ich gehen? Was ist mir wichtig?   Die vorgestellten Andachten können zu diesen Fragen eine Hilfe sein und dürfen auch gerne weiter gegeben werden.

2026

endlich – friedlich

Dieser Aufnäher prangte einst am Ärmel meines Parkas. Zu meiner Musterung im Wehr- kreisamt löste das Unmut aus. Ich wurde mit einer Schere ins Wartezimmer zurück geschickt, mit der Aufforderung diese Provokation zu entfernen. Ich weiß es nicht mehr ob ich es gemacht habe oder nur die Jacke abgelegt habe. Was mir auf alle Fälle in Erinnerung geblieben ist, war meine Aufregung. Die Männer der Musterungskommission hatten ganze Arbeit geleistet, vor allem weil es zwei oder gar drei waren und ich allein. Natürlich hatte ich vorher ein Gebet gen Himmel geschickt, aber der Mann, der mit mir sprach war ein gewiefter Routinier. Meine Rechtfertigung das diese Skulptur vor dem UN – Gebäude ein Geschenk der Sowjetunion war zog nicht. Die drei Worte ärgerten ihn! Jugendpfarrer Harald Bretschneider hatte diesen Aufnäher „erfunden“ und ihn in Umlauf gebracht. Das gefiel den Oberen der DDR überhaupt nicht. Kurz – ich war damals diesen Leuten nicht gewachsen. Am Ende des einseitigen Gespräches übergab ich dem Diensthabenden meinen vorbereiteten Brief, mit dem Inhalt den Wehrdienst mit der Waffe zu verweigern. Das hatten mir erfahrene Seelsorger so empfohlen. Komisch, bei der Entgegennahme sagte der Agitator kein Wort, er ahnte doch ganz bestimmt was da drin stand.

aus Material EKD Friedensdekade

Der Monatsspruch für November ist die „Langversion“, der drei Worte, denn sie entstammen einer Vision des Propheten Jesaja: Der HERR wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht mehr den Krieg. Diese Vision von Gott inspiriert, ist noch nicht eingelöst. Wie damals zu Jesajas Zeit leiden bis heute – die gesamte Menschheitsgeschichte hindurch – Menschen unter zerstörenden und Tod bringenden Kriegen. Was machen wir nun mit so einem Vers; warten, auf später verweisen und vertrösten?

Wenn ich ehrlich bin, dann bin ich bis heute der gesellschaftspolitischen Friedenfrage immer noch nicht gewachsen. Aber ich bin reifer und erfahrener geworden und habe gelernt dies und jenes des Weltgeschehens einzuordnen. Die wichtigste Erkenntnis ist, Kriege haben ihre Wurzeln im Unfrieden des menschlichen Herzens. Und dem ist nicht mit Waffen, Gewalt und Zwang beizukommen! Damit will ich nicht ausschließen das ein Waffeneinsatz zum ersten Schritt des Waffenstillstandes führen kann, aber das darf nicht die einzige Option in den Friedensbemühungen sein, geschweige denn das Endergebnis. Darum halte ich es für wichtig, dass wir Christen das Endziel, wie es Gott meint und Jesaja propagiert, schon jetzt ins Blickfeld nehmen und so gut wie möglich darauf zu handeln und leben. Wieder will ich von einem erfahrenen Seelsorger lernen – Franz von Assisi; er hat uns das großartige Gebet „Herr, mache uns zum Werkzeug deines Friedens“ hinterlassen (Evang. Gesangbuch Nr.825 oder im „Netz“). So lernen wir unser Herz von Gott befrieden zu lassen und dies von Herzen den Nächsten entgegen zu bringen.

Hartmut Günther

befreit

Besser so!

übervoll

In Strömen

Passt nicht – oder doch?

hoffentlich

Verschlossen?

zum heulen

Die Tafel des Herrn

Weihnacht(s)-ganz(s)

2025

Wie eine Glucke

verloren

mittendrin

Muskelkater

Ja, mit Gottes Hilfe

Sorge(n)los?

umdenken

Alles Asche?

Es brennt!

Nicht drauf rumtrampeln!

Weg – Weiser

Eiszeit

2024

sich aufmachen

Schlange stehen

Ach du meine Güte

Realität – fern

Herztherapie

Gewissensentscheidung

Sieh zu!

Alles erlaubt

Seid bereit

Auferstanden

Kraftstoff

Druckausgleich

Weitere Andachten sind im Andachten-Archiv zu finden.