Schneegestöber
Unser Thema „Schneegestöber“ machte unserer Anreise alle Ehre. Auf allen Straßenverkehrsmeldungen gab es nur einen Tenor: Achtung vor Schneeverwehungen und starken Schneefall. Erstaunlicherweise waren alle Teilnehmer der Skilernrüstzeit pünktlich am Abendbrottisch. Also waren die Straßen gen Oberwiesenthal sehr gut vom Winterdienst versorgt worden. Wer Ski lernen will, muss wissen was auf ihn zukommt. Darum gibt es am Startabend eine Ski-Theorie-Einheit. In einer Präsentation werden die Bewegungsabläufe dargestellt und wo es passt, probieren wir das gleich gemeinsam als „Trockenübung“ aus. Das ist an einem Freitagabend schon ganz schön anstrengend. Darum gab es zum Abendschluss eine Schneesturm-Geschichte. Der Kurzinhalt: Ein Bauer kommt bei seine Pferdeschlittenfahrt zum Gottesdienst in einen Schneesturm. Auf einmal sieht er im dicken Schneetreiben jemanden am Straßenrand liegen. Er will helfen, aber als er sich bückt erkennt er jedoch Christian, den Mann, der ihn vor Jahren zum Krüppel geschlagen hatte. Zorn und alte Schmerzen steigen auf im Bauern. Als er riecht, das auch Christian total betrunken lässt er ihn einfach liegen und fährt in den Gottesdienst. Dort ergreift ihn aber die Predigt des Pfarrers. Der Bauer springt auf und es beginnt eine dramatische Rettungsaktion, die Gott sei Dank gut endet. „Des Klosterbauern Heiligabend“ Erzählung von Reinhold Braun





Als es am nächsten Tag auf den Skihang nach Bozi Dar geht weht uns kräftig der Wind um die Nase. Trotzdem ist die Piste gut und die Kinder sind aufmerksam beim Lernen. Naja, die ersten Male benötigen wir schon eine richtig lange Zeit bis wir wieder an der Liftstation angekommen sind, aber von Mal zu Mal gelingen die Bögen, das Fahren und Bremsen besser. Nach der Mittagsstärkung im Auto – draußen sind minus 8° – kostet es wieder etwas Überwindung weiter zu üben, doch bald können alle recht zügig den Hang hinuntersausen. 15.00 Uhr sind die Akkus leer, die Ski werden gelöst, Heimfahrt, dort ein heißer Tee und eine warmen Dusche und schon wird wieder herumgetrollt. Nach dem Abendbrot ist Bibelzeit. Die Geschichte von Bileam und seiner Eselin (4.Mose 22-24) ist unsere Gesprächsgrundlage zum Thema „Damit du klar siehst“. Als „Betthupferl“ spielen wir noch eine Runde Pusteball
Am Sonntag teilten wir uns. Tina lernt nochmals mit den Kindern auf der flachen Piste im Tschechischen und ich steigere den „Anspruch“ und fahre mit einigen die Himmelsleiter am Fichtelberg. Doch zuvor machten wir noch unseren gemeinsamen Abschluss. Jedes Vater-Kind-Paar bekommt einen Spiegel. Dieser soll immer schön geputzt sein beim hineinschauen, sonst wird er „blind“ und wir können uns nicht so gut erkennen. Diese Tatsache nimmt Paulus als Vergleich für unseren Glauben (1.Kor. 13,12) Dort werden wir aufgefordert auf Gott zu schauen und nach und nach werden wir ihn kennen(lernen) – so wie wir an diesem Wochenende nach und nach Ski fahren gelernt haben.
Text: H. Günther / Fotos: M. Dreher

