Burgfrieden
Vom 30. April bis 03. Mai 2026 waren wir im „Jugendübernachtungshaus“ in Mitwitz in der Nähe von Kronach in Bayern untergebracht. Das Thema für die Bibelgespräche der Rüstzeit war „Burgfrieden“. Martin Luther hat den Ort, wo Gott uns Sicherheit und Schutz gewährt, in den Psalmen mit einer Burg verglichen. Wie immer zu Beginn einer Rüstzeit mit Hartmut Günther war eine das Thema betreffende Tischkarte – eine kleine Burg – von jedem anzufertigen. Der Anreisetag begann mit dem Abendessen und Themeneinstieg zu Psalm 34,15 „Lass ab vom Bösen und tu Gutes; suche Frieden und jage ihm nach.“

Geweckt wurden wir jeden Morgen mit einem Lied zur Gitarre, um uns das Aufstehen etwas zu erleichtern. Nach einer kurzen Morgenandacht und dem anschließenden Frühstück war in der Regel um 9.30 Uhr der Start für unsere Tagestouren. Am Freitag hatten wir als Tagesziel die Stadt Kulmbach ausgewählt. Hier besuchten wir den Kulmbacher Mönchshof. Er ist der Sitz eines Bäckerei-, eines Gewürz- und eines Brauereimuseums. Die Ausstellung des Brauereimuseums zeigt die Kunst des handwerklichen Bierbrauens um das Jahr 1900. Ein kleines Glas Museumsbier und einige Scheiben Brot waren inclusive. Nach ca. 80 km waren wir am Nachmittag wieder in Mitwitz zurück.





Am Samstag fuhren wir bei herrlichem Sommerwetter auf die Veste Coburg die natürlich gut zum Thema unserer Rüstzeit passte. Die Burg wurde erstmals 1056 urkundlich erwähnt und gehört zu einer der größten Burganlagen Deutschlands. Im Jahr 1530 war Martin Luther während des Augsburger Reichstages dort zu Gast. Heute beherbergt die Burganlage mehrere Kunstsammlungen. Sie zählen zu den bedeutendsten kulturgeschichtlichen Sammlungen Deutschlands. Grillen mit Feierabendbier, das abendliche Bibelgespräch und im Anschluss noch Zeit für gemütliches Beisammensein rundeten den Tag ab.
Am Sonntag, dem Abreisetag, haben wir noch eine kleine Radtour (ca. 30 km) auf dem Muppberg (516 m) mit Aussichtsturm unternommen. Die Herausforderung bestand hier darin, dass auf den letzten 1,4 km ein Höhenunterschied von 175 Metern zu bewältigen war. Nach dem Mittagessen und einer Schlussandacht zum Thema unserer Rüstzeit haben wir gegen 14.30 Uhr die Heimreise angetreten. Eine erlebnisreiche und gesegnete Rüstzeit bei schönen Wetter war zu Ende. Hoffnungsvoller Ausblick: Wir dürfen uns im Herbst kommenden Jahres auf Touren im Hofer Land freuen.
Text: Chr. Bodenschatz / Fotos: A. Schroth

