Einflüsse
Das lange Himmelfahrtswochenende ist seit Jahren für die Väter – Töchter outdoor Rüstzeit vorbehalten – in diesem Jahr in Höfgen. Das Pfadfinderhaus und Gelände bietet beste Bedingungen fürs „draußen sein“, denn es liegt an der Mulde und wartet mit viel „Grün“ auf. Am Abend des Anreisetages war Bogenschießen angesagt. Das passte gut zu unserem thematischen Einstieg unter der Überschrift „einflussreiche Beziehung“. In der Bibel wird lesen wir vom einer Freundschaft zwischen David und Jonathan, den Sohn des Königs Saul. Da geht es um die Frage wie lange wird es dauern, bis David, seinen Dienstherrn Saul überflügelt hat. Konkurrenz und Intrigen bleiben nicht aus. Das kann nur der Einfluss des Königssohnes Jonathans auf seinem Vater Saul das Leben Davids retten. Die Kommunikation zu seinem Freund David geschieht via „Pfeilbotschaften“. (nachzulesen 1.Sam. 18.) Weitere Bibelgespräche: Micha 6,8 „Es ist dir gesagt was gut ist…“ Was der Einfluss von Guten bewirkt; den „elterlichen Einfluss“ können wir prägender Weise bei König Salomo erkennen. Gern möchte es das Werk seines Vaters David weiterführen (1.Kö. 3) und das Abendmahl (Mk. 14,22-25) dient zum verinnerlichen des Einflusses Gottes auf unser Leben.






Natürlich haben wir auch (Ein)Flüsse auf drei Kanutouren be- und damit erfahren. Tour eins von Leisnig Fischendorf direkt bis nach Höfgen, dabei paddelten wir durch den Zusammenfluss von Freiberger und Zwickauer Mulde in Sermuth. Die zweite Tour ist das Filetstück der Zwickauer Mulde, von Wechselburg bis Rochlitz – waldreich, abgeschieden, idyllisch und zum Schluss mit dem grandiosen Blick auf Schloss Rochlitz. Da die Strecke nicht sehr lang ist, sind wir sie nach dem Aussetzen zurück gewandert und haben Einkehr mit Gesang in der Basilika Wechselburg gehalten und danach uns noch ein leckeres Eis gegönnt. Bei der dritten Tour setzen wir am Fährhaus Höfgen unsere Boot ein und fuhren bis zum Wehr Trebsen, wo wir schon Autos und Bootshänger am Morgen für die Rückfahrt geparkt hatten. Alle Touren verliefen bei gutem Wasserstand und bei besten Wetter.
Den Freitag verbrachten wir beim Klettern am Gaudlitzberg an einer genialen Steinbruchwand. Dort gibt es etwa dreißig Kletterrouten von denen wir etwa zehn im toprope Stil erklommen. Benno machte den Vorstieg und anschließend konnten die Teilnehmer mit Dauersicherung die Routen durchsteigen. Auch beim Klettern war das Thema Einfluss präsent, indem die Sichernden und die Teilnehmer welche die Route schon gemeistert hatten, mit gutem Rat den in der Wand Aufsteigenden die möglichen Kletterzüge zuriefen. Die Freiräume ohne offiziellen Programm wurden mit Bogenschießen, Unihockey, Tischkickern und kleinen Erkundungen im Ort gefüllt. Nach dem abendlichen Bibelgespräch saßen die Männer noch lange um Lagerfeuer, während die Mädchen einen Raum mit vielen Schaumgummiblöcken zu ihrem Domizil erklärt hatten. Die Rüstzeit endete mit Eierkuchenessen und einem Impuls zum sogenannten Seemannsgrab – eine Trio aus Herz: rot = Liebe, gut in Gemeinschaft leben zu können; Anker: grün = Hoffnung, immer einen Halt in allen Lebenslagen zu haben; Kreuz: blau = Treue, wissen das Gott immer zu uns steht. Diesen Schlüsselanhänger nahmen die Teilnehmer als kleines Erinnerungsstück mit auf die Heimreise.

Text: H. Günther Fotos: M.Hadyk

